# Honorarkürzungen (nicht nur) in der Psychotherapie

Der erweiterte Bewertungsausschusses hat am 11. März 2026 entschieden, die Honorare für psychotherapeutische Leistungen ab April 2026 um 4,5 % zu kürzen. Hierzu hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) eine Stellungnahme unter dem Titel „Honorarkürzungen setzen falsches Signal für die psychische Gesundheit“ veröffentlicht. In der Stellungnahme wurde dieser Beschluß insbesondere deshalb scharf kritisiert, weil psychische Gesundheit nicht zu einem Sparposten im Gesundheitssystem werden darf. Lesen Sie hier die ganze Stellungnahme.

Darüber hinaus trifft das geplante Sparpaket (sog. „GKV-Beitragssatz-stabilisierungsgesetz“) des Bundesministeriums für Gesundheit nach Ansicht der Berufsverbände Deutscher Psychiater (BVDP) und Deutscher Nervenärzte (BVDN) v.a. die Versorgungssituation von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen: „Insbesondere die „Beschneidung der ambulanten Versorgungsmöglichkeiten […] wird […] zu einer weiteren Einengung ambulanter Versorgungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen führen. Wenn Versorgung nicht mehr im Lebensumfeld der Patient*innen ermöglicht werden kann, drohen Zunahme der Krankheitslast und die Notwendigkeit stationärer und damit teurer Interventionen. Leitliniengerechte psychiatrische Versorgung umfasst sowohl medizinische, pharmakologische, psychotherapeutische sowie sozialmedizinische Aspekte – und dies im Lebensumfeld der Patientinnen und Patienten. Aktuelle Reformbestrebungen werden durch die nun vorliegenden Sparmaßnahmen bedroht.“

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung

Innerhalb von 5 Tagen wurde eine Petition unter dem Titel „Monatelange Wartezeiten – und jetzt werden psychotherapeutische Leistungen gekürzt?“ von mehr als 300.000 Menschen unterzeichnet, die u. a. die Rücknahme der Honorarkürzung der psychotherapeutischen Gesprächsleistungen fordert. (Stand Juni 2026 – 608.840 Unterschriften).

Wenn Sie sich dieser Petition anschließen wollen, können Sie hier unterzeichnen.

Weitere ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auch im Deutschen Ärzteblatt.